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Stadt und Landkreis Cuxhaven werden elektro-mobil Drucken

Im Rahmen der Modellregion Elektromobilität Hamburg beteiligen sich die Stadt und der Landkreis Cuxhaven in einem Feldtest der Metropolregion Hamburg an der Erprobung dieser klima- und ressourcenschonenden Technologie. Am 17. Januar 2012 nahmen Landrat Kai-Uwe Bielefeld, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch und EWE-Gebietsleiter Thomas Windgassen das Elektroauto in Betrieb und stellten es der Öffentlichkeit vor.
Bei dem ausgelieferten E-Auto handelt es sich um einen mit Batteriekraft betriebenen Fiat 500 E, vergleichbar mit dem 69 PS starken Fiat 500 mit Verbrennungsmotor. Die derzeitige Reichweite liegt bei circa 100 Kilometern. Vertragspartner für das Projekt E-Mobilität ist das Hamburger Unternehmen Karabag, das mittlerweile 15 dieser E-Fahrzeuge an 13 Kommunen in der Metropolregion Hamburg ausgeliefert hat.
Genutzt werden soll der Wagen vorrangig durch die Agentur für Wirtschaftsförderung für Stadt und Landkreis Cuxhaven (A.f.W.), die sich bekanntermaßen im Rahmen ihrer Aktivitäten ohnehin für die Profilierung der Region Cuxhaven als Leuchtturm regenerativer Energieerzeugung einsetzt. Dafür stehen die Offshore Basis Cuxhaven und bald ca. 500 MW Windkraftleistung im Landkreis Cuxhaven. Dementsprechend wird das Elektromobil vorzugsweise an der EWE-Ladesäule in der Rohdestraße auch mit regenerativ erzeugtem Strom „betankt“ werden. Die Akkus können aber auch an Stromboxen oder herkömmlichen Hausanschlüssen geladen werden.
Das Fahrzeug wird für 299,-- Euro im Monat, die sich Stadt und Landkreis zu je 50% teilen, für vier Jahre geleast, verbunden mit einer entsprechenden Garantie. Der reale Anschaffungspreis für den Fiat 500 E wäre derzeit noch doppelt so hoch wie bei einem serienmäßigen Fahrzeug gleichen Typs. Jedoch verbraucht das Elektroauto im Stadtverkehr nur 13,2 Kilowattstunden pro 100 Kilometer (z. Zt. 2,77 Euro).
EWE unterstützt den Feldtest zur Elektromobilität in der Modellregion Hamburg und übernimmt in der ersten Phase für das A.f.W.-Fahrzeug die Kosten für das Stromtanken an der EWE Stromtankstelle am EWE KundenCenter in Cuxhaven. Weil Wartung und Reparaturen in der Leasingrate enthalten sind und eine sehr günstige Versicherungsklasse besteht, gestaltet sich der Betrieb des Elektroautos äußerst preiswert. Der Fiat-Benziner verursacht im laufenden Betrieb dagegen fast viermal so hohe Kosten, ergab ein Test der Zeitschrift „Auto Bild“.

Landrat Kai-Uwe Bielefeld: „Wir setzen mit der Inbetriebnahme dieses Fahrzeuges auf eine weitere Profilierung von Stadt und Landkreis Cuxhaven als Leuchtturm bei regenerativer Energieerzeugung und -anwendung gerade vor dem Hintergrund der immensen Bedeutung der Windenergienutzung bei uns und in der Metropolregion Hamburg insgesamt“.

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch: „Stadt und Landkreis wollen in diesem weiteren gemeinsamen Projekt Erfahrungen mit dieser Zukunftstechnologie am Standort der Offshore Basis Cuxhaven sammeln“.

EWE-Gebietsleiter Thomas Windgassen: „Die Inbetriebnahme des E-Autos ist ein weiterer wichtiger Baustein, um Erfahrungen mit unserem installierten Stromtankstellennetz in der Region zu gewinnen“.

Hintergrund:
Die Freie und Hansestadt Hamburg ist eine von acht bundesdeutschen Modellregionen für Elektromobilität. Das Projekt umfasst u. a. die Erprobung von 353 batterieelektrischen Fahrzeugen (268 Pkw, 45 Transporter, 35 kleine Lieferfahrzeuge sowie fünf Dieselhybridbusse). Mit einer Förderung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung von knapp 8,3 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II werden die Fahrzeugerprobung, der Aufbau von Ladeinfrastruktur sowie die Entwicklung und Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte wie z. B. das E-Carsharing unterstützt.
Auch 13 Gebietskörperschaften der Metropolregion Hamburg nutzen den am 15.11.2011 gestarteten Feldtest zur Elektromobilität, um mit dem Einsatz der Elektrofahrzeuge in ihren Kommunen erstes Erfahrungswissen aufzubauen. Hierzu gehören die Kreise und Landkreise Cuxhaven, Harburg, Heidekreis, Rotenburg (Wümme), Uelzen und Pinneberg, die Städte Lüneburg, Barmstedt, Neumünster, Soltau, Tornesch und Wedel sowie die Gemeinde Neuenkirchen.

 
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